Franz Venier Radrennfahrer
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"Ötzi" im Doppelpack
 


Axamer klettert Über den Gipfel des Mount Everest!!!

Was ist denn das?

Ganz einfach! Es bedeutet, den
Ötztalradmarathon zweimal zu fahren - und zwar nonstop!
In Zahlen ausgedrückt sind das 11000 Höhenmeter und 576 km.

Diese Idee wurde im Gasthaus geboren - wo sonst? Wahrscheinlich würde auch keiner den Einfall haben, diese Tortur öfter als einmal auf sich zu nehmen – außer ich. Ich – den nur die Freunde im Cafe Michaela kannten und mein Chef im Geschäft. Es war mir zwar schon einige Male vergönnt, diesen Marathon zu beenden, jedoch konnte ich nie eine Platzierung im Spitzenfeld erreichen.
Gerade deshalb stellte dieses Vorhaben eine besondere Herausforderung für mich dar. Immerhin zählte der "Ötztaler" mit Sicherheit zu den schwersten Radmarathons Europas.

Nebenbei schlummerte noch eine ganz andere Idee in meinem Hinterkopf- die zum damaligen Zeitpunkt noch niemand wissen durfte. Meine Gedanken kreisten immer häufiger um ein Vorhaben- "Ich möchte das Race Across America fahren, und ich weiß genau, dass ich das Zeug dazu habe. Bis dorthin liegt noch ein weiter, harter Weg vor mir."

Doch zurück zum Ötzi im Doppelpack!
Nachdem mein Plan bekannt wurde, herrschte plötzlich auch ein großes Medieninteresse und viele stellten sich die Frage: "Welcher Tiroler ist das, der den Ötztalmarathon gleich zweimal nonstop fahren will?" In der Kronenzeitung stand sogar "Axamer klettert über den Gipfel des Mount Everest". Gemeint war natürlich höhenmetermäßig. Kurz vor dem Start des ungewöhnlichen Vorhabens bekam ich dann doch ein etwas mulmiges Gefühl, denn jetzt sollte es wirklich ernst werden.

Einige zweifelten am Gelingen meines Vorhabens, aber mich konnte nichts und niemand davon abbringen, den Ötzi zweimal hintereinander zu fahren. Ich hatte ja viele, viele Kilometer in den Beinen, beschäftigte mich ausreichend mit sportspezifischer Ernährung und richtiger Bekleidung und glaubte, für alle außergewöhnlichen Situationen vorgesorgt zu haben. Kurz vor dem Start stellte ich mein Betreuerteam zusammen. Was sollte da schon passieren? Und es klappte wie am Schnürchen.

Die Bewältigung dieser Strecke war für mich ein Erlebnis, das ich nie vergessen werde. Meine Zeit lag etwas über 20 Stunden und mich erwarteten Tausende Zuschauer in Steinach am Brenner, die eigentlich den Sieger des Ötztalmarathons feiern wollten, jedoch ich hatte das Gefühl, alle bejubelten mich. Mich - den verrückten Tiroler, der als Erster den wohl härtesten Marathon zweimal hintereinander gefahren ist.